Bluescreen Probleme beheben

Bluescreen Probleme beheben
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Bluescreens in Microsoft Windows – egal ab Windows 7, Windows 8 oder Windows 10 – sind oft mit Hardware-Defekten verbunden. Die sog. BSODs (Blue Screen of Death) liefern einen Fehlercode, der auf die Problemquelle hinweist. Um die Probleme mit Bluescreens zu beheben, gehe wie folgt vor:

  1. Erstelle ein Logfile der letzten Bluescreens auf dem System. Anhand dieses Logfiles kann man die Fehlercodes und die möglichen Ursachen ausgelesen werden.
  2. Stelle fest, dass die Hardware nicht zu heiß wird. Überprüfe mit Tools, ob eine Überhitzung des Systems als mögliche Ursache der Bluescreens in Betracht kommt.
  3. Stelle sicher, dass es kein Malware-Problem ist.
  4. Wenn Windows-System Dateien nicht richtig gelesen werden können, führt dies auch zu Bluescreens. Teste ob Probleme mit Dateien und Laufwerken bestehen.
  5. Überprüfe, ob die Systemdateien nicht korrupt oder beschädigt sind. Weitere Informationen zu Windows-Reparatur und Inplace Upgrade.
  6. Wenn du nicht weiterkommst, frage hier im Forum nach. Stelle dort die gemachten Logfiles und am besten auch Screenshots zur Verfügung.

typischer Windows Bluescreen

 


Arbeitsspeicher (RAM Riegel) defekt

Symptome:

  • Bluescreen Meldung
  • PC fährt gar nicht mehr hoch
  • PC bleibt beim Hochfahren bzw. im BIOS-Screen hängen
    • Defekte am Arbeitsspeicher als Hardwaredefekt ist die häufigste Ursache für Bluescreens . In der Regel sind mehrere RAM Riegel verbaut, sodass diese auch einzeln getestet werden müssen. Das geht so:

1. Bauen Sie alle Riegel bis auf einen aus
2. Jetzt versuchen sie den PC neu zu starten
3. Klappt das nun problemlos und treten keine Probleme auf testen Sie den weiteren Riegel.
4. Klappt es nicht, haben sie den defekten RAM Riegel entdeckt.

  • Alternativ können Sie den RAM Speicher auch mit dem Tool Memtest überprüfen. Dazu muss aber der Rechner starten können.

Die Windows-Speicherdiagnose ist auch eine Möglichkeit, die hier beschrieben ist.

Falsche oder Fehlende Chipsatz-Treiber

Um Windows Bluescreens auf die schliche zu kommen, müssen andere Fehlerquellen ausgeschlossen werden. Dazu zählen auch fehlerhafte Treiber. Die fast wichtigsten Treiber eines Windows Rechners sind die Mainboard-Chipset-Treiber. Diese sind alleine deshalb so wichtig, da Sie die Schnittstelle zwischen CPU / Betriebssystem und den einzelnen PC-Komponenten sind.

Richtige Reihenfolge der Treiber Installation

Es ist wirklich entscheidend, in welcher Reihenfolge die Treiber installiert werden. Wenn die Treiber für die Schnitstellen (z.b. PCI, SATA etc.) nicht installiert sind, können daran auch keine Geräte genutzt werden (Grafikkarte, SSD etc.). Die Treiber sollten so installiert werden.


Bluescreen wegen Chipsatztreiber

Mit den Oben genannten Tools solltest du bereits die Hardware-Informationen deines Rechners haben. Suche nun beim Hersteller deines Mainboards, ob es neue Treiber für dein System gibt. Lade auf jeden Fall die neuesten herunter. In der Regel sind es mehrere Pakete.

Installiere diese Treiber auf deinem System. Führe dazu die Setup.exe bzw. Install.exe des Driver-Packs aus und folge den angegebenen Anweisungen schritt für Schritt.

 

3 Gedanken zu „Bluescreen Probleme beheben“

  1. Nachdem ich zahllose Foren etc. durchgearbeitet habe, komme ich trotzdem nicht weiter, das Problem zu lösen. Kurze Beschreibung: Auf meinem iMac (Frühjahr 2006) läuft neben OS 10.6.8 via BootCamp Windows 7. Die ursprüngliche RAM-Konfiguration beim Kauf war Slot 1: 512 MB, Slot 2: 1 GB. Nun habe ich anstelle des 512 MB Speichers einen weiteren 1 GB Speicher installiert. Mac OS fährt problemlos hoch und zeigt korrekt den RAM an. Danach wollte ich Win 7 hochfahren, doch begibt sich Win 7 seit der RAM-Erweiterung in eine Schleife aus Hochfahren, Benutzeranmeldung und sofortigem Neustart (ein BSOD ist nicht mal zu sehen). Im Abgesicherten Modus ist die Systemkonfiguration zu erkennen – 2 GB RAM. Alles scheint OK. Aber eine ordnungsgemäßer Start klappt nicht. Auch das Abschalten des „Automatischen Neustarts“ half nicht, einen BSOD zu sehen, um eine präzise Fehlermeldung zu erfahren. Was also tun? Alten RAM-Zustand wiederherstellen? Die RAM-Riegel in den Slots vertauschen? Sollte das neue RAM-Modul doch fehlerhaft sein, obwohl die RAM-Überprüfung mit Windows Bordmitteln auch einen fehlerfreien Zustand mitteilte?

  2. Ich bekomme gar keinen BlueScreen angezeigt (Win10), dafür aber beim Hochfahren die Meldung, dass irgend was nicht passt und der Rechner nicht hoch fahren kann. Ich muss den Rechner dann aus schalten (Taste min. 3 Sec drücken), kann ihn dann wieder einschalten und problemlos starten.
    Mit dem Programm BlueScreenView (http://www.nirsoft.net/utils/blue_screen_view.html) konnte ich nach dem erfolgreichen Start den BlueScreen, den es ja nicht gab, auslesen und anzeigen.
    Besonders interessant ist, dass das immer bei einem erforderlichen Neustart nach einem Update erfolgt. Fehlercode ist immer 0xc0000018.
    Die Vermutung für den Fehler: ACPI-Systeme haben eine permanente Stromversorgung. Auch über USB gelangt über einen aktiven Hub oder Geräte mit externem Stromanschluss Strom in den Computer. Einige Komponenten haben dann vermutlich ein Problem mit dem Reset, sie bekommen einfach nicht mit, dass es einen Neustart gibt. Dass über USB der Computer mit Strom versorgt wird haben wir gemerkt, als ein Motherboard mit leerer Batterie Datum und Uhrzeit nicht vergessen hatte, obwohl das Stromkabel für mehrere Tage nicht angeschlossen war.

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